Im Sommer 1994 hatte René Conzelmann die Idee die Fasnet in Hausen i.K. wieder aufleben zu lassen. Zwar fanden nach wie vor die Fasnetsbälle von Musikverein und Sportverein statt, jedoch gab es keine Straßenfasnet, kein “maschkeren” mehr. Unterstützer fand René in seiner zukünftigen Frau und zwei guten Freunden.

So wurden Nachforschungen angestellt, um eine Fasnetsfigur mit historischem Hintergrund zu verkörpern.

Durch Erzählungen von älteren Hausener Bürgern war diese Figur schnell gefunden: Waren doch die Baisen Weiber früher bekannt dafür, dass sie Macht über den Menschen bekamen, von dem sie sich etwas ausborgten. Auch das Vieh wurde unruhig, sobald so eine böse Frau den Stall betrat. Kinder hielt man grundsätzlich von ihnen fern.

Für die erste Maske habe ich zuerst ein Gipsmodell angefertigt. Als diese Gipsmaske fertig war, hat sich herausgestellt, dass wir über geschnitzte Masken nicht herum kommen. Also habe ich angefangen zu schnitzen.

An der Fastnacht 1995 zog man dann mit Renés selbst geschnitzten Masken, und einem Häs das von Bärbel Conzelmann genäht wurde, durch die Gegend. Die Herkunft der neuen Figur und die Identität der Personen gab man aber noch nicht Preis. Nach der Fasnet war die Überraschung darüber, wer hinter der neuen Maskengruppe steckte, groß.

Gleich nach der Fasnet 1995 hatten wir 6 neue Gruppenmitglieder

Das Häs

Die Figur der Baisen Weiber trägt einen dunkelblauen Rock, einen ockergelben Schurz, eine weiße Bluse, darüber eine rote Weste. Außerdem eine lange weiße Unterhose mit Spitzen sowie rot-weiß geringelte Stulpen.

Die Maske hat, um dem Namen -Baises Weib- gerecht zu werden, einen wilden Gesichtsausdruck mit einer markanten Nase. Die Hautfarbe ist dunkel. Sie soll ein wettergegerbtes Gesicht nach jahrelanger Feldarbeit darstellen. Die Haare aus Hanf enden in gepflegten, geflochtenen Zöpfen. Als Kopfbedeckung trägt die Larve ein dunkelblaues Kopftuch mit einem Glöckchen.

BAISE

Narrenruf

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